Öffentliche Toiletten im Spätmittelalter - Nein! Doch!! Ohh!!!

Bayreuth, 15. Februar 2026

 

Das Thema der öffentlichen Toiletten im Spätmittelalter hatten wir ja schon einmal in unserem Widerspruch bezüglich einer ansonsten sehr guten Fernsehdokumentation zum Thema Dreckiges Mittelalter gestreift. Zu lesen HIER bei uns im Blog unter "Sauberes Mittelalter - Doku einmal anders", vom 19. Oktober 2025. Dass wir mit dem Thema "Öffentliche Toiletten" allerdings so dermaßen einen Nerv getroffen haben, hätten wir so nicht gedacht. Deswegen jetzt und hier ein paar Zeilen mehr dazu … vielleicht auch um das Thema hier im Blog noch etwas sichtbarer zu machen.

Also: Gefunden bzw. nachgewiesen gefunden haben wir die öffentlichen Nürnberger Aborte per Zufall, wen wundert’s, im Baumeisterbuch von 1464-1475 des Endres Tucher (1), unter der Überschrift "Von der stat nachtmeister". Der schreibt dort wie folgt: « Auch so soll ein paumeister in acht haben und alle jar die gemeinen heimlichen gemach, die auf der Pegnitz sein do die mann und frawen auf geen, eind raumen und saubern lassen, alleweg umb Martini ee und die kelt angeet so mügen sie es recht saubern und gewinnen. dovon gibt inen ein paumeister sechtzig pfenning. der gemache und heuslein ist eines hinter dem Wildpat, eines pei dem Schießgraben, eines pei der Mang, eines pei der parfüsen prücken, eines auf dem Sweinmarckt, eines pei der steinen prücken, eines bei dem Irhertürlein. »
Der Text selbst lässt sich mit etwas Fantasie leicht übersetzen. Die Ortsangaben zu den einzelnen Häuschen bereiten dagegen schon mehr Schwierigkeiten. Fast alle Orte haben heute andere Namen oder existieren als solche nicht mehr. So lag, von Ost nach West (im Bild von 1 bis 7), das "Wildpat", ein Heilbad mit eisenhaltiger Mineralquelle, nahe der Stadtmauer auf der Hinteren Insel Schütt. Das entspricht in etwa dem Gelände der heute dort liegenden Grundschule Nürnberg. Der Schießgraben als solches existiert heute noch und verläuft vom 1582/83 errichteten und heute noch stehenden Herren-Schießhaus Richtung Norden und bergauf entlang der Grübelstraße. Das Aborthäuschen dürfte allerdings ein paar Meter südlicher, am Ort des heutigen Andreij-Sacharow-Platzes, auf einem heute nicht mehr existierenden Seitenarm der Pegnitz gestanden haben. Die "Mang" als Ortsangabe meint dann das ehemals am (Männer-)Schuldturm anstehende Manghaus auf der Vorderen Insel Schütt. Die "parfüsen prücken" bezeichnet einen Vorläufer der heutigen Museumsbrücke, der "Schweinmarckt" den heutigen Trödelmarkt und die "steinen prücken" die heutige Maxbrücke vor ihrem Umbau sowie das "Irhertürlein", wohl den Vorgänger des heutigen Hallertürlein darstellt. Auffällig dabei, die nahezu gleichmäßige Verteilung entlang der Pegnitz und quer durch die Stadt.

Leider beschreibt Endres Tucher uns weder Größe, Art noch Beschaffenheit der Aborthäuser, sondern lediglich, dass sie « … auf der Pegnitz sein … ». Also auf oder über dem Wasser stehen (?). Vielleicht so wie im Bildausschnitt aus Blatt VII des sog. Braunschen Prospekts der Stadt Nürnberg von 1608 (Bild links), welcher ein aufgeständertes Holzgebäude (unbekannter Funktion) neben der "parfüsen prücken" in der Pegnitz stehend zeigt.

So viel zu den öffentlichen Toiletten des spätmittelalterlichen Nürnbergs. Dabei hatte Nürnberg hierbei mit Sicherheit kein Monopol. Zumal bekannt ist, dass mancherorts schon im 14. Jahrhundert solche Anlagen errichtet wurden (2). Namentlich fanden wir solche öffentlichen Aborte, jetzt auf die Schnell und für diesen Artikel, aber nur für die Städte Basel (1493/94) (3), München, Hildesheim und Magdeburg (1425) dokumentiert (4). Vielleicht kennt ihr ja noch weitere Städte, die hierbei noch zu nennen wären. Vielleicht ja sogar eure Heimatstadt. Lasst es uns wissen, wir ergänzen dann unsere Auflistung. Mail genügt.

 

1) Weech 1862, S. 113.

2) Kühnel 1996, S. 58.

3) Matt 2008, S. 87.

4) Kühnel 1996, S. 58.

Bild links: Des Hieronymus Braun Prospekt der Stadt Nürnberg vom Jahre 1608. Blatt VII (Ausschnitt). Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, 12. Heft 1898, via Münchner Digitalisierungszentrum - Digitale Bibliothek. URL: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00001004?page=90,91. CC BY-NC-SA 4.0. Stand 18. Dezember 2025.

Bild rechts: Grundriss der Stadt Nürnberg (Ausschnitt) von Paul Pfinzing, welcher seinerseits eine Nachzeichnung eines frühesten Stadtgrundrisses von 1555 darstellt, welche wiederum Georg Nöttelein zugeschrieben wird. Welcher wiederum auf einem hölzernen Stadtmodell von 1540 beruht. Paul Pfinzing via Wikimedia Commons. URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pfinzing_N%C3%BCrnberg_Grundriss.jpg. Public domain. Stand 18. Dezember 2025.


Toiletten auf spätmittelalterlichen Schiffen - Neues von der Kogge

Bayreuth, 8. Februar 2026

 

Wie war das eigentlich mit der Lebensmittelzubereitung und der Notdurft auf mittelalterlichen Schiffen? Keine Ahnung müssen wir da eingestehen. Ist ja auch so ganz und gar nicht unser Thema. Allerdings haben uns da dieser Tage drei, wie wir finden, spannende Lesetipps etwas Einblick verschafft. Zumindest wenn es um Koggen geht. Und diese Einblicke wollen wir euch hier kurz vorstellen. Tipp 1 (siehe Links 1 und 2 unter dem Text) habt ihr eventuell dieser Tage auch schon selbst mitbekommen. Marinearchäologen des Wikingerschiffsmuseums Roskilde haben vor Kopenhagen im Öresund, in etwa 13 Metern Tiefe, das Wrack einer Kogge gefunden. Wie man inzwischen weiß ist es sogar das Wrack der größten jemals entdeckten Kogge. Vormalige Länge 28 Metern Länge, Traglst 300 Tonnen.

Das auf den Namen "Svælget 2" getaufte Wrack ist dabei erstaunlich gut erhalten. Sogar und das erstmalig, haben sich nicht nur der Rumpf, sondern auch Teile des Heckkastells erhalten. Ebenso und jetzt wird es erstaunlich, die Kombüse (Küche). Und in dieser, Ziegelsteine und Fliesen ihrer Ausmauerung. Daneben noch Reste des Ess- und Kochgeschirrs.
Die "Svælget 2" wurde übrigens 1410 in den Niederlanden gebaut und wird derzeit im Nationalmuseum in Brede aufwendig konserviert. Aber seht und lest selbst.

Tipp 2 (siehe Link 3 unter dem Text) ist schon fast ein halbes Jahrhundert alt und betrifft die Sache mit dem Klogang. Verrichtete man diesen direkt über Bord oder bediente man sich dazu eines Eimers den man über die Reling entleerte? Bei Wikingerschiffen und kleineren Booten kann man das annehmen. Allerdings geht es auch anders, wie das Wrack einer Kogge zeigt, die in den 1960er Jahren in der Weser bei Bremen gefunden wurde und die auf 1380 datiert. In ihr nämlich, genauer in der hinteren Ecke ihres Heckkastels auf Steuerbordseite, ein Abortkasten. Und der sieht seinen Brüdern an Land doch sehr ähnlich. Aber seht und lest auch hier selbst.


Artikel auf der Seite von scinexx.de - das wissensmagazin: Wrackfund: Größte Kogge der Welt entdeckt - Archäologen finden "Super-Schiff" aus dem Mittelalter im Øresund. URL: https://www.scinexx.de/news/archaeologie/schiffswrack-groesste-kogge-der-welt-entdeckt/. Stand 25. Januar 2026.

 

Artikel auf der Seite des Vikingeskibs Museet (Wikingerschiffmuseum):  Archaeologists reveal a medieval super ship: "It's the World’s largest cog". URL: https://www.vikingeskibsmuseet.dk/en/news/archaeologists-reveal-a-medieval-super-ship-its-the-worlds-largest-cog. Stand 25. Januar 2026.

 

Artikel auf der Seite von SSOAR - Social Science Open Access Reository: Zur Hansekogge von 1380 - Beschreibung der ältesten erhaltenen Schiffstoilette; mit allgemeinen Bemerkungen zur Entsorgung auf mittelalterlichen Schiffen. URL: https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/49618. Stand 25. Januar 2026.

 

Bild: Kieler Hansekogge auf der Kieler Woche 2007. Nachbau der bei Bremen 1962 aufgefundenen Bremer Kogge von 1380. Fertigstellung des Nachbaus: 1991. VollwertBIT via Wikimedia Commons, CC BY 2.5.


Mittelalterliche Bürsten - Von wegen dreckiges Mittelalter V

Bayreuth, 8. Oktober 2025

 

Warum eigentlich nicht? Lasst uns das Vorurteil vom dreckigen Mittelalter mit Bürsten aus den Köpfen kehren. Soweit die Idee. Allerdings, sind wir mit dem Ergebnis unserer Suche nicht so richtig zufrieden. Nicht nur, dass wir nur einen archäologischen Fund (1) und keine in Sammlungen erhaltenen Stücke auftun konnten, zumindest keine mittelalterlichen, ist auch noch alles andere was wir finden konnten eher spärlich und durch die Bank mindestens spätmittelalterlich. Fündig geworden sind wir dabei auch nur in der Kunst und in schriftlichen Überlieferungen. Aber lest selbst. Vielleicht helfen unsere "Funde" dem einen oder anderen von euch doch weiter.

Wie gesagt, in der Kunst. Da hängen oder liegen Bürsten in so manchen Gemälden einfach so herum. Man muss nur genau hinschauen. Auffällig ist dabei, meist liegen oder hängen die Bürsten dort wie griffbereit. Oder anders: Es wirkt, als hätte man sie gerne griffbereit. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Bürste im Bild "Arnolfini-Hochzeit des flämischen Malers Jan van Eyck (Bild 1). Entstanden 1434. Zu sehen, rechts neben dem Spiegel, an einem Nagel hängend. Oder im 1415/25 entstandenen, "Mariä Verkündigung" des Meisters von Flémalle/Robert Campin. Dort hängt die Bürste, prominent und ebenfalls an einem Nagel, hinter der Jungfrau Maria an der Wand neben dem Kamin. Naturgemäss lässt sich aus dem Aufbewahrungsort schwerlich ableiten um welche Art von Bürste es sich jeweils handeln könnte. Auffällig ist jedoch, dass beide Bürsten flach gebunden sind. Ähnlich einem modernen Sorghum- bzw. Reißstrohbesen.

Gelegentlich findet man Bürsten dann aber doch in Gebrauch abgebildet. Zum Beispiel als Kleiderbürste im "Le Bréviaire des nobles" (1422-26) auf folio 103v, oder als Haarbürste zum Auskämmen von Kopfläusen in einer im Jahr 1491 gedruckten Ausgabe des Ortus sanitatis. Und als letztes Beispiel: In Albrecht Dürers "Frauenbad" von 1496 (Bild 2). Allerdings kann man diese Bürste nur ganz allgemein der Körperpflege zuordnen. Auffällig hier wiederum, die Bürsten scheinen allesamt rund, einem modernen (Rasier-)Pinsel ähnlich, gebunden zu sein. Soweit unsere Beispiele dazu.

Die wohl älteste Abbildung einer Bürste findet sich übrigens auf dem Folio 19r des 1336 entstandenen Oldenburger Sachsenspiegel. Dort unter der Aufzählung der Rade der Frau zu finden (2). Allerdings ohne deren Verwendungszweck zu verraten. Noch älter ist uns nur die Erwähnung einer Bürste in einem zwischen 1290 und 1300 entstandenen Gedicht des ritterbürtigen Dichters Seifried Helbling bekannt. Sie ist dort in der Aufzählung des Inventars von Haus und Hof wohlhabender Bauern zu finden (3). Darunter unter anderem: « bürsten, streler, nizkamp und schær » (4). Ob hier im Zusammenhang mit Kamm, Nissenkamm und Schere eine Haarbürste gemeint ist?

Die erstmalige Erwähnung von Bürsten bezüglich ihrer gewerbliche Herstellung, findet sich übrigens mit dem Nürnberger "pürstenpinter" Hans Schön, um das Jahr 1400 herum. In Frankfurt lässt sich dieses Handwerk erstmals um 1462 nachweisen. Ebenso, in etwa zur dieser Zeit, noch in München und Augsburg.

In ihrer eigenen Zunft organisiert findet man die Bürstenbinder aber (nachweislich) erstmals nachmittelalterlich. Um 1550 in Nürnberg und 1589 in Augsburg. Wohingegen die Bürstenbinder in München, gemeinsam mit den Ringlern, Würflern und Kammmachern in einer Zunft vereint waren (5) und in Wien gemeinsam mit den Kammmachern und in Dresden mit den Siebmachern (6).

Dabei zählten die Bürstenbinder noch bis in die Neuzeit hinein zu den handelnden Handwerkern. Das heißt, sie betrieben einerseits ein eigenes festes Ladengeschäft und beschickten andererseits die Märkte im engeren regionalen Umkreis (7).
In die Zeit der ersten Bürstenbinderzünfte fällt auch der Holzschnitt "Der Bürstenbinder" im 1568 gedruckten sogenannten Ständebuch von Jost Amman (= Eygentliche Beschreibung aller Stände auff Erden, hoher und nidriger, geistlicher und weltlicher, aller Künsten, Handwercken und Händeln). Interessant hierbei nicht nur die im Holzschnitt gezeigten, sondern auch die in der Bildunterschrift aufgezählten Arten von Bürsten. « … Kehrbürsten für die Kleider … », « … Börstwüsch für das Haußgesind », was wohl für "Borstwisch" steht und den Handfeger meint (8) und « … Bürstn damit man Gläser schwenckt », was wohl seinerseits Spülbürsten meint. Darüber hinaus darf man im Repertoire eines Bürstenbinders aber auch Kehr-, Schuh- und Kratz-, Barbierpinsel sowie Schlicht- und Tuchbereiterbürsten erwarten, um nur einige zu nennen (9).

Damit hat es sich, bezüglich der Ergebnisse unsere Recherche. Beziehungsweise mit dem was wir zum Thema "Bürsten im Mittelalter" gefunden haben. Leider ist darunter so gar nichts zum Besatzmaterial (Borsten) mittelalterlicher Bürsten. Die älteste von uns dazu gefundene Quelle ist das 1698 in Regensburg erschienene Ständebuch von Christoff Weigel (= Abbildung Der Gemein-Nützlichen Haupt-Stände Von denen Regenten Und ihren So in Friedens- als Kriegs-Zeiten zugeordneten Bedienten an, biß auf alle Künstler Und Handwercker). Darin ist von « … meistentheils Schweins-Haar oder Borsten genommen » in verschiedenen Qualitäten für verschiedene Bürstenarten die Rede.

So, das war's jetzt aber endgültig von dem was wir auftun konnten. Obwohl ... und das war ja die eigentliche Idee ... das Wenigen, das wir hier zusammengetragen haben, eigentlich schon genügen sollte, den Topos vom bedingungslos dreckigen Mittelalter aus den einen oder anderen Kopf zu bürsten.

 

Bild 1) Bildausschnitt aus: Jan van Eyck, Arnolfini-Hochzeit (1434) via Wikimedia Commons, Public domain.

Bild 2) Bildauschnitt aus: Albrecht Dürer, Frauenbad (1496) via Wikimedia Commons, Public domain.

1) Drei als Haarbürsten angesprochen Funde aus einem Brunnen in Budapest. Vermutlich aus dem 15. Jahrhundert. Siehe: Középkori kút a Budavári Szent György Téren (= Mittelalterliche Brunnen auf dem Budavári Szent György Platz) von B. Nyékhelyii, Dorottya, S. 40. URL: https://mek.oszk.hu/09300/09301/09301.pdf

2) = Der Teil, den eine Frau, soweit ihr nicht mehr zugesprochen wird, nach dem Tod ihres Mannes von ihm erbt

3) Schulz, Anne: Essen und Trinken im Mittelalter (1000–1300) S. 263

4) = Bürsten, Kamm, Nissenkamm und Schere.

5) Bock, Ernst: Bürsten und Pinsel. Bechhofen 1983. S. 85f.

6 + 7) Niederfeilner, Alexander: Vom Dorf zur Metropole des Erzgebirges. S. 68.

8) Siehe: https://www.dwds.de/wb/Borstwisch?o=B%C3%B6rstwisch. Borstwisch in: DWDS - Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

9) Reith, Reinhold (Hrsg): Das alte Handwerk - Vom Bader bis zum Zinngießer. München 2008.


Badehäuser allerorten - Von wegen dreckiges Mittelalter IV

Bayreuth/Bamberg, 4. August 2024

 

Wie ihr wisst, sind wir, wenn es um Archäologie und Geschichte gehen soll, Fans des Youtube-Kanals ARCHÄOLOGIE kurz erklärt von IN TERRA VERITAS. Besonders in den letzten Wochen! Denn erfreulicherweise hat Herr Julian Decker wieder einmal seinen eisernen Besen aus der Ecke geholt, um durch die Rumpelkammer der Vorurteile zum Thema dreckiges Mittelalter zu kehren.

Diesmal zum Thema Körperpflege. Und herausgekommen sind, wer hätte es gedacht, öffentliche Badehäuser und, was man seltener hört, private Badestuben. Zu sehen ist das in den Beiträgen Archäologie erklärt: 073 Private Badezimmer im Mittelalter? und Archäologie erklärt: 074 Öffentliche Badehäuser im Mittelalter. Und am Rande noch, Badestuben in Siechhäusern, in Archäologie erklärt: 075 Siechhäuser - vom Leben mit der Krankheit (ab Minute 32).

Schaut unbedingt mal rein. Die insgesamt rund 90 Minuten Zeit die Euch das kostet, sind gut investiert. Und für alle die danach noch mehr wissen wollen, jeder Beitrag von "ARCHÄOLOGIE kurz erklärt" hat ein Literaturverzeichnis und bietet damit jedem die Möglichkeit selbst weiter zu recherchieren.

 

Bild: Der Bader, Stich von Jost Amman, 1568. AndreasPraefcke via Wikimedia Commons. Gemeinfrei. Stand 4. August 2024.


Waschen und Putzen - Von wegen dreckiges Mittelalter III

Bayreuth 14. Mai 2023

 

Das saubere Mittelalter ist natürlich mehr wie nur der saubere Mensch. Da wäre noch die saubere Wäsche, sauberes Geschirr und das saubere Haus. Mindestens! Und genau damit hat sich De Timmermansche auseinandergesetzt. Den meisten eher bekannt für ihre (mittelalterliche) Küche. Sie widerlegt anhand einer Vielzahl von Quellen, die Mär vom dreckigen Mittelalter. Aufgeteilt in die Themenbereiche, Hausputz, Abwasch und (Wäsche)Waschen. Dort zu finden im Kapitel Haushalt. Auch als PDF zum runterladen!
Und da auf einem Bein nicht gut stehen ist, hier noch ein Link in Richtung „Sauberes Mittelalter“, die wir euch ebenfalls ans Herz legen wollen. Zu den Wienische Hantwërcliute 1350. Die haben sich auf ihrer Site ausführlich mit dem Thema Wäsche waschen auseinandergesetzt. Inklusive einem Praxisversuch. Dort zu finden im Kapitel Alltag 1350 - Alltagsleben.

 

Bild: © Peter Lutz